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Im
Oktober des gleichen Jahres beginnt der Verein mit den ersten Aktivitäten
zum Hallenradsport, damals "Saalradfahren“ genannt. Das Saalradfahren
war eine Form des heutigen Kunstradfahrens. Hier geht es darum,
bestimmte Figuren und Formationen mit mehreren Fahrrädern auf relativ
engem Raum (Saal) zu fahren. Als Trainingsraum wird der Saal des
Waldecker Hofs genutzt.
Am
16. Januar 1897 findet das erste "Stiftungsfest“ des Vereins im
Waldecker Hof unter Beteiligung der Arolser Militärkapelle mit Ball
statt. Eine Theateraufführung und Kunstradfahren sorgen hier für
weitere Unterhaltung. Für seine Arbeit und seine Verdienste um den
Radfahrer-Verein im Gründungsjahr wird Richard Niehm besonders
ausgezeichnet. Richard Niehm ist auch in den folgenden Jahren der wohl
wichtigste und aktivste Vertreter des Vereins.
In
der Generalversammlung vom 26. Februar 1897 wird Ewald Drücke als
Rechnungsführer
und Adolf Trummel (Sparkassenrendant) als 2. Fahrwart gewählt. Es
werden regelmäßige Übungsstunden für das Saalradfahren festgelegt
und im Sommer soll erstmalig ein "Preis-Rennen“ durchgeführt werden.
Neben
den regelmäßig stattfindenden Touren, wie z. B. nach Marburg, Kassel
oder zum Kahlen Asten, nimmt der Verein mit Abordnungen an der
Hundertjahrfeier
von Kaiser Wilhelm I des Großen und an verschiedenen
gesellschaftlichen
Großveranstaltungen in Korbach teil.
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Am
23. September 1897 findet in Wildungen die konstituierende Sitzung der
im August in Homberg gegründeten "Radfahrer Vereinigung Hessen-Waldeck
1897“ statt. In dieser Vereinigung schließen sich zunächst 16
Radfahrer-Vereine, aus dem Raum des heutigen Bezirks Kassel, zusammen.
Trotz schlechtem Wetters bewältigen die Teilnehmer aus 9 Vereinen die
Anfahrt per Fahrrad, da für die beste erzielte
Durchschnittsgeschwindigkeit
Preise ausgesetzt werden. Die Gesamtveranstaltung wird von einem
umfangreichen Rahmenprogramm begleitet, in der u. a. vom RV-Corbach,
Richard Niehm zum 1. Fahrwart der Vereinigung gewählt wird. Bereits
nach kurzer Zeit gibt es Schwierigkeiten in der Vereinigung, weil der
"Stahlradklub Kassel“ für viele kleine Vereine "zu groß“ ist.
Die Satzungsänderung führt dann schon im Oktober des Jahres dazu, dass
Vereine aus Städten mit über 20.000 Einwohnern nicht aufgenommen
werden. Der ,,Stahlradklub Kassel“ wird somit ausgeschlossen.
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