Aus der Geschichte des Radfahrervereins 1896 Korbach e.V. 

Am 11. Januar 1896 findet sich in der "Corbacher Zeitung“ der Aufruf zur "Gründung eines hiesigen Radfahrer-Vereins“. Stattfinden soll diese am Mittwoch, den 15. Januar 1896 in der "Restauration“ des Herrn Friedrich Schmalz jun. Zur Gründungsversammlung erschienen 22 Personen, von denen 15 als aktive und 7 als passive Mitglieder dem neu gegründeten "Radfahrer-Verein Corbach“ beitreten.  

In den Vorstand werden gewählt:

- 1. Vorsitzender der Kreissekretär Adolf Beyer

- 2. Vorsitzender der Amtsgerichtssekretär Otto Brecker

- Schriftführer Franz Eskuche

- Kassierer Adolf Curtze

- 1. Fahrwart Richard Niehm

- 2. Fahrwart Ewald Drücke

Als Vereinslokal wird der "Waldecker Hof" bestimmt, in dem dann die wöchentlichen Sitzungen stattfinden sollen. Das Vereinswappen wird kurze Zeit später in der hier abgebildeten Form festgelegt und in der Bekanntmachung zur ersten Hauptversammlung am 19. März 1896 erstmalig veröffentlicht. In dieser Versammlung wird dann festgelegt, dass "an passenden Tagen gemeinschaftliche Touren“ und zu Ostern eine erste größere Fahrt nach Frankenberg unter- nommen werden soll. Mittlerweile hat sich die Mitgliederzahl des neu gegründeten Vereins auf 34 erhöht.

Zu dieser Zeit befinden sich bereits mehrere Fahrradhändler in Korbach. Dies ist zum einen die Zweigstelle der Firma Eskuche mit Hauptsitz in Kassel, der Fahrradhandel von Heinrich Niehm und der des Georg Wilke. Am ersten Ostertag des Jahres wird dann zusammen mit einigen Radfahrern aus Arolsen, die erste größere gemeinsame Tour nach Frankenberg unternommen. Weiterhin werden Fahrten unter anderem nach Vöhl Schloss Waldeck und Wildungen durchgeführt.

Am 5. Juli 1896 beteiligt sich der Verein am „Radfahrerfest“ in Arolsen, das aus Anlass der Einweihung des Vereinsbanners des 1892 in Arolsen gegründeten „Waldeckischen Radfahrer-Vereins“ durchgeführt wird. Bei einer am 16. Juli 1896 stattfindenden General- versammlung wird der Schreinermeister Karl Voß als neuer Schriftführer gewählt. Warum Franz Eskuche dieses Amt niederlegte, ist heute nicht mehr festzustellen, da hierüber keine Protokollmitschrift existiert.

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