"Bergfaktor",
was ist das eigentlich?
Auch
in der Radtouren-Szene grassieren Sprüche über gefahrene
Durchschnittsgesch-windigkeiten. "Brägel" lässt grüßen.
"Gestern
die hunderter Strecke mit einem 32er Schnitt gefahren" soll
beeindrucken; bei vorsichtiger Nachfrage stellt sich heraus, dass in der
Gruppe eine Flachetappe absolviert und jedem Hügel ausgewichen
wurde. Da relativiert sich eine solche Aussage doch schon....
Sportliche
Leistungen untereinander zu vergleichen, ist für Radmarathonfahrer
interessant. Dabei sind nicht nur die Streckenlänge und die gefahrene
Durchschnittsgeschwindigkeit signifikante Eckdaten,
sondern gerade das Höhenprofil und die Gesamthöhenmeter sind
aussagekräftige Daten.
Um
die Schwierigkeiten einer Tour in einer einfachen Zahl ausdrücken zu können,
wird das Verhältnis aus Streckenkilometern und summierten Höhenmetern
errechnet. Man teilt die Höhenmeter (in Metern) durch die Streckenlänge
(in Kilometern) und erhält als Ergebnis den „Bergfaktor“.
Mittelgebirgsstrecken
sind für Rennradfahrer im Durchschnitt mit Faktor 10 zu bewerten; das
entspricht über die Gesamtstrecke eine konstante Steigung von einem
Prozent ( 1 % ).
Nach
dieser Formel führt als absoluter Spitzenreiter im Vergleich der europäischen
Radmarathon-Veranstaltungen der „Dolomiti“ mit einem Bergfaktor von
29,6 ! (errechnet aus einer Streckenlänge von 147 km und 4.345 Hm ).
Unser
3-Seen-Radmarathon 2003 ist in diesem Jahr mit einem Bergfaktor von 14,7
ein harter Brocken.